Wissenswertes über Honig
Honig ist ein naturbelassenes Lebensmittel, das von Honigbienen aus Blütennektar oder Honigtau hergestellt wird. Jede Ernte ist ein Stück Natur und spiegelt die jeweilige Jahreszeit, das Wetter sowie die Pflanzenvielfalt einer Region wider.
Naturprodukt mit Vielfalt
Kein Honig gleicht dem anderen. Farbe, Geschmack, Duft und Konsistenz können je nach Tracht und Erntezeit unterschiedlich sein. Von hell und mild bis dunkel und kräftig reicht die natürliche Vielfalt unserer Honige.
Kristallisation – ein Zeichen von Qualität
Honig kann mit der Zeit kristallisieren oder fest werden. Das ist ein natürlicher Vorgang und ein Zeichen dafür, dass der Honig naturbelassen ist. Durch vorsichtiges Erwärmen im Wasserbad bei niedrigen Temperaturen wird er wieder flüssiger.
Sorgfältige Verarbeitung
Nach der Ernte wird der Honig geschleudert, gesiebt und schonend abgefüllt. Dabei achten wir darauf, möglichst viele wertvolle Inhaltsstoffe und Aromen zu erhalten.
Regional und nachhaltig
Mit dem Kauf regionalen Honigs unterstützen Sie nicht nur die heimische Imkerei, sondern auch die Bestäubungsleistung der Bienen für Natur, Landwirtschaft und Gärten.
Lagerung
Honig sollte trocken, kühl und lichtgeschützt gelagert werden. So bleiben Geschmack und Qualität lange erhalten.
Hinweis
Honig ist ein Naturprodukt und daher für Kinder unter 12 Monaten nicht geeignet.
Unsere Honigsorten
Jede Jahreszeit und jede Trachtpflanze verleiht dem Honig ihren eigenen Charakter. Farbe, Geschmack und Konsistenz unterscheiden sich je nach Blütenangebot und Herkunft deutlich. So entstehen im Laufe eines Bienenjahres verschiedene Honigsorten – von mild und cremig bis kräftig und würzig.
Frühtrachthonig
Unser Frühtrachthonig entsteht aus den ersten reichen Blüten des Jahres. Bienen sammeln dafür Nektar unter anderem von Obstbäumen, Löwenzahn, Ahorn und frühen Wildblumen. Je nach Standort und Witterung entwickelt dieser Honig eine helle Farbe und einen milden, frühlingshaften Geschmack. Frühtrachthonig kristallisiert meist feincremig aus und eignet sich besonders gut als Brotaufstrich.
Rapshonig
Rapshonig wird während der Rapsblüte geerntet, wenn die weithin leuchtend gelben Felder den Bienen große Mengen Nektar bieten. Er ist sehr hell, oft fast weiß, und besitzt einen besonders milden, leicht cremigen Geschmack. Aufgrund seines hohen Traubenzuckeranteils kristallisiert Rapshonig sehr schnell und wird deshalb sorgfältig gerührt, um seine feine, streichfähige Konsistenz zu erhalten.
Sommertrachthonig
Sommertrachthonig vereint die Vielfalt des Sommers in einem Glas. Die Bienen sammeln Nektar von zahlreichen Blütenpflanzen, Kräutern, Linden oder Brombeeren. Dadurch entsteht ein aromatischer Honig mit kräftigerer Farbe und einem vielschichtigen Geschmack. Jede Ernte spiegelt dabei die Besonderheiten des jeweiligen Sommers und der Landschaft wider.
Waldhonig
Waldhonig entsteht nicht aus Blütennektar, sondern aus Honigtau, den Bienen auf Bäumen wie Fichten, Tannen oder Laubbäumen sammeln. Er ist meist dunkler als Blütenhonig und zeichnet sich durch ein würzig-malziges Aroma aus. Waldhonig bleibt oft lange flüssig und enthält besonders viele Mineralstoffe und Aromastoffe. Da Honigtau nur unter bestimmten Wetter- und Naturbedingungen entsteht, gehört Waldhonig zu den besonderen Spezialitäten der Imkerei.
Damit unsere Bienen die Vielfalt der Natur optimal nutzen können, wandern einige unserer Bienenvölker gezielt zu ausgewählten Trachtgebieten. Je nach Jahreszeit stehen sie beispielsweise in der Nähe von Rapsfeldern, Lindenalleen, Robinienbeständen oder ausgedehnten Sommerblütenflächen.
Mit den Bienen unterwegs – für besonderen Sortenhonig
Durch diese sogenannte „Wanderung“ entsteht charakteristischer Sortenhonig mit einem ganz eigenen Geschmack, Duft und Farbton – geprägt von den Blüten einer bestimmten Region und Jahreszeit.
Die Wanderimkerei ist jedoch mit erheblichem Aufwand verbunden. Die Bienenvölker werden nachts oder in den frühen Morgenstunden transportiert, damit möglichst alle Sammelbienen im Stock sind und die Tiere wenig Stress erfahren. Für den sicheren Transport sind spezielle Vorbereitungen, geeignete Stellplätze und viel Erfahrung notwendig.
Hinzu kommen zusätzliche Fahrten, das Verladen schwerer Beuten, die Kontrolle der Völker an oft entfernten Standorten sowie die genaue Beobachtung von Wetter und Blühverlauf. Nicht jede Tracht entwickelt sich wie erhofft – Trockenheit, Regen oder Kälteeinbrüche können den Honigertrag stark beeinflussen.
Trotz dieser Herausforderungen nehmen viele Imker den zusätzlichen Aufwand gerne auf sich, denn so entstehen besondere regionale Sortenhonige mit einzigartigem Charakter und unverwechselbarem Geschmack.
